Kulturelle Identität und Selbstverständnis

All die angesprochenen Punkte, der vorherigen Seiten, basieren nicht auf Analyse, sondern sind ausgerichtet an Beobachtungen vieler einzelner, die unsere Stadt, als unsere Stadt, wahrnehmen.

Natürlich gibt es genügend Zeitzeugen, noch, aber die Luft wird da auch schon dünner. Auch Historiker sind darauf angewiesen, bei fehlenden schriftlichen Dokumenten und Fotos, auf die Aussagen von Zeitzeugen zurück zu greifen. Natürlich gibt es immer, wie bei allen Aussagen, auch Gegendarstellungen die was anderes behaupten. Wer da am Ende noch recht hat, oder recht bekommt? Fraglich.

Rein gedanklich sollten wir uns aber schon die wichtigen Fragen stellen,: „Wie es mit uns weiter gehen kann?“

 

 

Wenn wir eine Kurstadt sein wollen, brauchen wir ein Kurhotel (Grand Hotel).
Wenn wir ein Kurhotel haben, brauchen wir einen Betreiber (man könnte dieselbe Gesellschaft anfragen, die die ‚Roten Forellen‘ betreiben).
Wenn wir einen Betreiber haben, brauchen wir ein Kurhaus (und kommunales Veranstaltungsmanagement),
– bei 22tsd Einwohnern, für (grob) 3 – 5 % der Einwohner, = 660 – 1100 Menschen/Einwohner.
Wenn wir diese Voraussetzungen erfüllt haben, brauchen wir JEDES Wochenende, in der Haupt- und Nebensaison, mind. eine Veranstaltung.

(Das, und nur DAS, sind die Voraussetzungen für eine prosperierende Kurstadt. Punkt.)

Wenn wir das aber alles nicht sein wollen, werden wir über kurz oder lang, zu teuer sein/werden, um unsere kommunalen Verwaltungsaufgaben finanzieren zu können und werden, wie die armen Vienenburger, eingemeindet!

 

Für Goslarer sind wir Harzburger (lt. Aussage, Herrn Gabriel's, im Interview) das kleine braune Dorf.

Kulturell begründet haben wir mit Goslar NICHTS abzumachen. Goslar ist – Hannover, Bad Harzburg aber Braunschweig/Wolfenbüttel. (Einfach mal in das obere Ende des kalten Tals gehen, dort stehen die uralten Braunschweiger Grenzsteine). Wie sich das im Alltag verhält kann man im Stadion sehen, wenn die Braunschweiger Löwen gegen Hannover auftreten. Nicht schön, - aber für uns hier, gelebte Realität. Spätestens wenn sie in der Klubgartenstraße/GS was wollen.

Auch sollten wir mal offen überlegen, ob das noch für uns Sinn ergibt. Den Goslarer Klüngel haben wir eigentlich schon viel zu lange finanziert. Das Land Niedersachsen hilft uns nicht, bei den verlagerten Aufgaben des Bundestages, denn dafür bekommen wir viel zu wenig Geld.

Das alte Amtsgericht ist noch da! Ist jetzt die Polizei drin. Vielleicht,… mal überlegen… uns ginge es auf jeden Fall besser, ohne Goslar!

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